Berichte

29er Worlds 2012, Travemünde

3 Jahre nach der Weltmeisterschaft in Riva del Garda war die Weltmeisterschaft der 29er wieder in Europa zu Gast und mit ihr 218 Teams aus 24 Ländern.
Aber nicht nur quantitative, sondern auch qualitativ war das Feld sehr stark. Mit wenigen Ausnahmen waren alle Boote aus der Goldlfeet von 2011, viele Cracks aus Europa, die zweifachen ISAF-Champions Robles/Trittel und die ehemalige Optiweltmeisterin Noppakao Poonpat aus Thailand mit dem zweifachen 29er Weltmeister Steven Thomas am Start.
Aus der Schweiz waren die vier Teams Casas/Bachélin, Marks/Wälti, Straub/Merian und Carbonel/Young, sowie das österreichisch-schweizerische Mixedteam Feltham/Vettiger am Start.
Während das Team Casas/Bachélin als Vorbereitung die Europameisterschaften in Polen segelten und dort gute 34. von knapp 100 gestarteten Teams wurden, bestritten die anderen Teams ihre Vorbereitung in Travemünde.
Die Wetter- und Windbedingungen während den Trainingstagen mit Dauerregen, 15 Grad und 16-25kn waren für manches Team etwas unangenehm, lagen doch die Temperaturen in der Schweiz bei der Abfahrt bei rund 30 Grad.
Dennoch wurde fleissig trainiert, insbesondere das Team Marks/Wälti spulte ein immenses Trainingspensum ab und war mehrere Tage bis zu 6h auf dem Wasser.
Für die restlichen Teams, vor allem für das neu für die WM gebildete Team Feltham/Vettiger, waren die Bedingungen schwierig und die eine oder andere Kenterung war somit nicht zu vermeiden.
Immerhin mussten wir nicht auf unsere Boote warten wie die Argentinier, dessen Container rund 1 Woche Verspätung hatte und die an Land zum Warten verdammt waren. Ebenso glücklich waren wir auch darüber, dass unsere Unterkünfte, wenn auch etwas weitab gelegen, nicht annähernd über soviel Mäuse verfügte wie die Zelte der Argentinier.
Glücklicherweise änderte sich das Wetter zu Beginn der Weltmeisterschaft deutlich und wir konnten uns während der ganzen Woche über Sonnenschein und 25-28 Grad freuen. Leider hiess das aber auch weniger Wind. Teilweise sogar gar keinen. Die Qualifikation wurde mehrheitlich bei 5-8 kn gesegelt.
Für die Infrastruktur aber, war dies ein Glücksfall. Die Boote standen auf einer Wiese, mehr als ein grosses Veranstaltungszelt und einige Sanitärcontainer gab es nicht. Die Ausfahrt aus dem Bootspark war bereits nach drei Tagen Regen zu einem richtigen Sumpf verkommen, sodass das weisse Auto von Dani schon bald eher braun als weiss war.

Der erste Tag der Qualifikation war aus Schweizer Sicht vielversprechend. Ein Team in den Top 10, eins auf Goldfleetkurs und ein Drittes in den Top 10 der Silverfleet mit guten Chancen auf die Goldfleet.
Leider konnten die Schweizer diese Performance nicht halten. Zum Schluss der Qualifikation schaffte lediglich das Team Casas/Bachélin den Sprung unter die besten 54 Teams der Welt.
Das Team Marks/Wälti klassierte sich in der Silverfleet und das Team Feltham/Vettiger verpasste diese nur um wenige Punkte. So mussten sie zusammen mit den weiteren Teams Straub/Merian und Carbonel/Young die Finals in der Bronzefleet austragen.

Am Ende der Finals klassierte sich das Team Casas/Bachélin als gute 28. der 218 Teilnehmer. Gratulation!
Das Team Marks/Wälti tat sich in der Silverfleet etwas schwer und büsste noch ein paar Plätze ein. Bei den drei Teams in der Bronzefleet schlugen sich das Team Feltham/Vettiger erwartungsgemäss am besten, aber zu inkonstant, als dass sie die Bronzefleet auf dem Podest hätten beenden können. Sie wurden 8.
Das Team Straub/Merian klassierte sich im Mittelfeld.
Mit den zum Schluss nochmals aufkommenden Winden hatte das Team Carbonel/Young zu kämpfen. Sie verloren einige Plätze und klassierten sich auf dem vorletzten Platz.

Trotz der teilweise frustrierenden sportlichen Leistungen auf dem Wasser war die Stimmung unter den Schweizer Teams gut. Die Abstecher zu den Marktständen des riesigen Travemündewochefest, des Konzertes von United 4 oder die Besuche des Havannaclubs mit den anderen Seglern bleibt sicher in bester Erinnerung.

Zum Schluss bleibt ein Dankeschön für die Unterstützung unserer Clubs, die die Teilnahme an dieser WM ermöglicht haben.

Team SUI 2077, Christa Feltham / Daniel Vettiger

7. August, 2012 um 11:20 | Keine Kommentare

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